17.07.2010

Ehrgeiz, Engagement und Enthusiasmus

Fürstenwalde (moz) Vor fast genau 20 Jahren war es so weit: Der Triathlonverein Fürstenwalde nahm nach intensiver Gründungsvorbereitung seine „Arbeit“ auf. Das ist natürlich ein Grund zum Feiern. Und das wollen die Vereinsmitglieder und ihre Gäste auch am Sonnabend bewerkstelligen. Die große Jubiläumsfeier steigt auf dem Gelände der Jugendherberge Braunsdorf.

Dann gibt es, ab 14.30 Uhr, einen sportlichen Nachmittag mit Wanderung für Groß und Klein, Schwimmen um die Halbinsel sowie Volleyball und Tischtennis. Um 17 Uhr hat der Verein noch einen Gaudi-Triathlon für jedermann organisiert, ehe Festtagsmenü, Bilddokumentationen „20  Jahre TV Fürstenwalde“, Tanz, Tombola und Lagerfeuer den sportbetonten Tag abrunden.

Es waren 14 sportbegeisterte Mitglieder, unter ihnen „Laufdoktor“ Peter Maczek, Ralf Thiemann, Manfred Krüger und Wolfgang Krämer, die den Verein am 13. Juli 1990 aus der Taufe hoben und sich mit Ehrgeiz, Engagement und Enthusiasmus den kommenden Herausforderungen stellten. Sie alle hatten noch zu DDR-Zeiten Kontakt zum Triathlonsport, damals noch Ausdauer-Dreikampf (A3K) genannt. Kurios im Übrigen, dass es den Verein gut zwei Monate vor dem Triathlonverband Brandenburg gab, zu dessen Gründungsmitgliedern dann auch der TVF gehörte.

„Die vordringlichste Vision war dabei sicher, den Triathlonsport in den neuen Bundesländern zu etablieren, Interessierte für unseren Sport zu gewinnen und eine große Bandbreite an Mitgliedern im Verein zu integrieren“, sagt der seit sieben Jahren amtierende Vorsitzende Nic Rohmann. Das ist den Männern um den Initiator, Vordenker und dann ersten 1. Vorsitzenden Ditrich Titze trefflich gelungen, denn als Organisationsleiter der ersten Veranstaltungen des TVF gelang es ihm und seinem Team, zahlreiche Sportler für die damals noch exotische Sportart Triathlon zu begeistern. Nach nun 20 Jahren hat der Verein im Übrigen 84 Mitglieder.

Der erste Wettkampf wurde als Vereinstriathlon mit zwölf Teilnehmern in Kolpin ausgetragen. Es folgten auch Veranstaltungen, wie Einzel- und Bergzeitfahren, Lauf- und Schwimmwettkämpfe. Zum fünfjährigen Jubiläums des Triathlons 1994 galt Fürstenwalde längst als „Ostbrandenburgisches Mekka der Triathleten“, wie die MOZ titelte. Bis zum März 2004 etablierten die Verantwortlichen um den langjährigen Sportwart Wolfgang Krämer, der nach 20  Jahren Vorstandsarbeit erst im März den Staffelstab weiter reichte, den Fürstenwalder Cross-Duathlon in Alt Golm, machten den Triathlon in Kolpin (mit Landesmeisterschaftsaustragung 1999) zu einer festen Größe im Wettkampfkalender und übernahmen 2000 die Organisation des Storkower See-Laufes.

Zum Abschluss belegen einige harte Zahlen die erfolgreiche Arbeit des TV Fürstenwalde in den vergangenen 20 Jahren. So nahmen deren Mitglieder 417 Mal an Landesmeisterschaften teil (Platz 1: 105 Mal, Platz 2: 57, Platz 3: 46). 77 Mal wurde an Deutschen Meisterschaften teilgenommen (Platz 1: 9 Mal, Platz 2: 10, Platz 3: 7). Internationale Meisterschaften wurden 39 Mal besucht (Platz 1: 13 Mal, Platz 2: 10, Platz 3: 11) sowie 31 Mal an Ironman- und Langstreckentriathlons teilgenommen (Platz 1: 1 Mal, Platz 3: 1). Beim berühmten Ironman Hawaii startete viermal ein Athlet des TVF.

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